Feiertage in der Türkei

An den türkischen Feiertagen, den Bayramları, werden gesellschaftliche Festlichkeiten begangen und verschiedene Rituale durchgeführt. In der Türkei gibt es nationale Feiertage, die an einschneidende historische Ereignisse erinnern, sowie religiöse Feiertage. Türkische Feste sind zudem auch bei Gästen und Touristen beliebt.

Nationale türkische Feiertage

Nationale Feiertage werden traditionell mit Fackelzügen und Militärparaden gefeiert, auch Volkstänze sind ein fixer Bestandteil aller Feierlichkeiten. Am 19. Mai begehen die Türken beispielsweise den Feiertag des Sports, der Jugend und des Gedenkens an Atatürk. An diesem Tag treten Jugendgruppen und Sportvereine zumeist in Stadien auf. Es werden traditionelle Kostüme getragen und Paraden abgehalten.

Cumhuriyet Bayram

Feuerwerk zu Cumhuriyet Bayram (Bild: muhtesematilla – Fotolia.com)

Der 19. September nennt sich Gaziler Günü, an diesem Tag werden Feierlichkeiten zum Gedenken an Kriegsveteranen abgehalten. Der 29. Oktober ist der türkische Nationalfeiertag. Das türkische Volk nennt ihn Cumhuriyet Bayramı und feiert ausgiebig die Gründung der Republik. Im ganzen Land herrscht ausgelassene Stimmung, viele Straßenfeste werden abgehalten.

Religiöse türkische Feste

Das Datum der religiösen Feiertage wird durch den islamischen Mondkalender festgelegt. Die beiden wichtigsten religiösen Feiertage sind Ramazan Bayramı – das Zuckerfest, das die Fastenzeit beendet – und Kurban Bayramı, das Opferfest.Die Feierlichkeiten dauern jeweils drei Tage und werden mit Familie und Freunden verbracht.

Zum Opferfest, dem höchsten islamischen Feiertag, wird das Fleisch eines geschlachteten Tieres gegessen und den Bedürftigen werden Geschenke gemacht. Am ersten Tag des Festes besucht man gemeinsam die Moschee und anschließend die Gräber der geliebten Verstorbenen.

Das Zuckerfest wird weit fröhlicher zelebriert – den Kindern werden Süßigkeiten geschenkt und es wird zusammen mit der Familie gebacken und gekocht. Ein besonderes Ritual in dieser Zeit ist das Küssen der Hände der Älteren, denen damit Respekt erwiesen wird.