Die besten türkischen Gerichte

Fest verwurzelt mit der türkischen Kultur und damit auch mit der Sprache sind türkische Gerichte. Einige bekannte Beispiele aus der orientalischen Landesküche sind in Deutschland durchaus bekannt, doch viele klassisch türkische Speisen sind dem Durchschnittsdeutschen noch nie auf den Teller gekommen. Schade eigentlich, denn das ferne Morgenland hat einige Kostbarkeiten zu bieten, die auch den Großteil der hierzulande lebenden Bevölkerung schmecken dürfte.

Türkische Gerichte – Prägung und Grundelemente

Türkische Gerichte haben keine einbegrenzte oder klar definierte Kochrichtung. So gibt es zwar ganz bestimmte Nationalgerichte, doch da diese erst durch das Zusammentreffen verschiedenster Speisen aus verschiedenen Regionen entstanden sind, gibt es innerhalb der Türkei einige regionale Unterschiede bei der Zubereitung und der Zutatenauswahl.

Schließlich prägten gleich drei Länderküchen zur selben Zeit die Entstehungsphase der osmanischen Kochkultur: die indische, die persische und die islamisch-arabische Küche.

Grundelemente der  türkischen Gerichte sind jedoch Joghurt und andere Milcherzeugnisse, verschiedene Salatformen, Brot- und Backwaren wie Kebap oder dünne Teigfladen, fleischhaltige Gerichte wie Frikadellen oder Lammspieße und diverse Reisgerichte (auch Pilavlar genannt).

Übrigens, alle Speisen werden streng nach islamischen Glaubenslinien zubereitet: Schweinefleisch gehört also auf keinen Fall zum türkischen Essen. Zudem wird das Schächten der Tiere, also das Ausbluten, beachtet.

Türkische Essen und seine Tradition

Als fester türkischer Brauch gilt das Reichen einer Vorspeise. „Mezze“ wird diese genannt und besteht aus einem Joghurt-Quark Gemisch. Dabei gilt es übrigens zwischen warmer und kalter Mezze zu unterscheiden.

Ein weiteres klassisch türkisches Ritual ist das Essen auf dem Boden. Ein gut 20 cm hoher und meist mobiler Tisch (auch „Yer Sofrası“ genannt) dient dabei als Speiseablage und wird nach dem Essen oftmals wieder an die Wand gehangen.

Zudem wird vor allem abends gegessen, da die heißen Temperaturen in den Sandwüsten der Türkei das ausgiebige Mittagessen ehr zur Qual machen. Auch das Reichen eines „Absackers“ ist unter den Türken ein fester Brauch: Raki wird dieser Anisschnaps genannt.