Türkische Sprachfamilie

Die türkische Sprache zählt zu den Turksprachen, die außerdem auch noch Türksprachen oder türkische Sprachen genannt werden können. Diese Gruppe wiederum zählt zur altaischen Familie, zu der außerdem noch die mongolischen und die tungusischen Sprachen gehören.

Türkische Sprachfamilie – Bedeutung und Sprecherzahl

Innerhalb der Turksprachen, deren Gruppe etwa 40 verschiedene Sprachen angehören, ist Türkisch mit etwa 60 Millionen Muttersprachlern bei Weitem am meisten verbreitet. Außer in der Türkei wird sie auch in den Balkanstaaten und durch Migration mittlerweile zudem in Mittel- und Westeuropa gesprochen. Weitere wichtige Turksprachen mit mehreren Millionen sprechen sind zudem Aserbaidschanisch und Usbekisch. In Ost- und Südeuropa sowie in großen Teilen Asiens sind die Turksprachen weit verbreitet.

Besonderheit der Turksprachen

Die meisten Turksprachen sind sich untereinander so ähnlich, dass eine gegenseitige Verständigung problemlos möglich ist. Die Ähnlichkeit ist teilweise, vor allem gerade zwischen Nachbarsprachen so groß, dass eine klare Abgrenzung schwierig ist. Die beinahe als dialektal zu bezeichnende Nähe zwischen den meisten Turksprachen kommt nicht zuletzt von der langjährigen gegenseitigen Beeinflussung in der Geschichte der Sprachen, besonders auch durch die große Mobilität der Völker.

Klassifikation der türkischen Sprachfamilie

Die Familie der Turksprachen lässt sich in vier Gruppen aufteilen, nämlich Westtürkisch (Kiptschakisch), Osttürkisch (Karlukisch), Nordosttürkisch (Sibirisch) und Südwesttürkisch (Oghusisch). Südwesttürkisch oder Oghusisch ist die größte Untergruppe, zu ihr zählt auch Türkisch.

Zwei Sprachzweige, die sich etwas von den Übrigen abgrenzen, sind das Tschuwaschische und Chaladsch. Beide Sprachen sind vom Rest der Familie relativ weit entfernt